Wie kann ich mich vor Betrügern schützen?
Es ist nicht immer einfach zu erkennen, ob es sich bei der Gegenpartei einer Transaktion um einen Betrüger handelt. Oder du hast den Verdacht, einen Betrüger vor dir zu haben, bist dir aber unsicher, wie du nun vorgehen sollst.
Nachfolgend geben wir dir einige Tipps an die Hand, wie du mögliche Betrügereien vermeiden und deine Assets schützen kannst.
1. Werden Krypto- oder Geldbeträge von OKX verwahrt?
Wir verwahren die Krypto-Assets des Verkäufers nur bis die Order abgeschlossen ist. Dieses sogenannte „Treuhandsystem“ dient deiner Sicherheit. Der rechtliche Begriff „Treuhand“ beschreibt einen Vorgang, bei dem ein Dritter die Assets einer Transaktion verwahrt, bis eine vertragliche Einigung zwischen dem Käufer und dem Verkäufer erzielt wurde.
Wir verwahren weder Geldbeträge noch frieren wir Zahlungen des Käufers ein, da der Bezahlvorgang „offline“ erfolgt – von Karte zu Karte (oder von Wallet zu Wallet). Es ist für uns technisch nicht möglich, Beträge von Zahlungen zu verwahren, die außerhalb der OKX-Plattform abgewickelt werden.
Wir geben die Krypto-Assets an das Konto des Käufers frei, nachdem der Verkäufer den Zahlungseingang bestätigt und die Option Krypto-Assets freigeben gewählt hat.
2. Was soll ich tun, wenn ich einen Betrüger vor mir habe oder wenn ich Opfer eines Betrugs geworden bin?
Eröffne umgehend einen Streitfall, wenn dir während der Transaktion verdächtige oder betrügerische Aktivitäten auffallen. Unser Kundensupportteam wird den Vorfall prüfen und sich bei dir melden.
Wie du einen Streitfall eröffnest, erfährst du hier.
3. Was kann ich tun, um mich als Verkäufer besser zu schützen?
Bevor du den Zahlungseingang bestätigst, prüfe bitte stets, ob du den vollständigen Zahlungsbetrag tatsächlich auf dem Bankkonto oder der elektronischen Wallet der von dir gewählten Zahlungsmethode erhalten hast. Verlasse dich niemals allein auf einen vom Käufer übermittelten Zahlungsnachweis.
Bei einer großen Anzahl von Orders solltest du deine Krypto-Assets nie allein auf Grundlage einer E-Mail- oder SMS-Benachrichtigung freigeben. Betrüger können dir gefälschte SMS-Nachrichten senden, die der SMS einer Bank täuschend ähnlich sehen. Oder du erhältst eine gefälschte E-Mail, die den Anschein erweckt, von einem Zahlungsdienstleister wie Wise oder AdvCash zu stammen.
Prüfe immer die E-Mail-Adresse, um sicherzustellen, dass die in der Adresse genannte Domain mit der echten Domain des jeweiligen Dienstleisters übereinstimmt. Eröffne einen Streitfall, wenn die Domain-Namen nicht übereinstimmen.
Sei vorsichtig bei Betrügereien mit „Teilzahlungen oder Betragsmanipulationen“. Betrüger können eine Order mit einem großen Betrag (z. B. 50.000) platzieren, aber nur einen viel kleineren Betrag, z. B. 5.000 oder sogar 0,01 zahlen. Sie können gefälschte oder bearbeitete Screenshots senden, um dich zur Freigabe von Token zu drängen. Verifiziere immer den tatsächlich erhaltenen Betrag auf deinem Konto, bevor du die Token freigibst. Falls du irgendwelche Unstimmigkeiten feststellst, gib die Token bitte nicht frei und reiche sofort einen Streitfall ein.
4. Was soll ich tun, wenn ich eine Zahlung von einem Konto erhalten habe, das nicht auf den Namen des Käufers lautet, der Käufer jedoch die Option „Zahlung abgeschlossen“ gewählt hat?
Eröffne einen Streitfall, um Unterstützung vom Kundensupport zu erhalten, da es sich hierbei um einen möglichen Betrugsfall, den sogenannten „Dreiecksbetrug“, handeln könnte.
Bei dieser Betrugsmasche sendet ein Käufer die Zahlung von einer Karte, die auf den Namen einer anderen Person ausgestellt ist. Der Verkäufer akzeptiert die Zahlung und gibt die Krypto-Assets frei. Nach einiger Zeit meldet sich jedoch die Bank der Person, von deren Karte die Zahlung gesendet wurde, bei dir und teilt dir mit, dass die Karte von dieser Person als gestohlen gemeldet wurde.
In diesem Fall können wir keine Unterstützung leisten, da die Zahlung für die Transaktion außerhalb unserer Plattform erfolgte. Und auch für die involvierte Bank ist es sehr schwierig, diesen Vorgang zu klären.
Prüfe daher immer, ob der Name des Käufers und der Zahlungsbetrag korrekt sind, bevor du die Krypto-Assets freigibst. Wenn du eine Zahlung erhältst, bei der der Name des Zahlers nicht mit dem Namen des Käufers auf OKX übereinstimmt, eröffne bitte einen Streitfall. Wir raten davon ab, eine Zahlung von einer Kredit-/Bankkarte zu akzeptieren, die nicht auf den Namen des Käufers lautet.
5. Was sollte ich tun, wenn ich bei einem C2C-Trade Opfer eines Betrugs werde und die andere Partei die Rückerstattung verweigert?
Wenn du während eines P2P-Trades auf einen Streitfall stößt, z. B. begrenzte Kaufversuche, die andere Partei gibt keine Token frei oder die andere Partei hat mit einem nicht verifizierten Konto bezahlt usw., kannst du einen Einspruch gegen die Order einreichen.
Bitte tippe innerhalb von 72 Stunden nach der Order-Erstellung auf den Beschwerdelink, wähle die entsprechende Order aus und lade Nachweise hoch, wie z. B. Screenshots der Zahlung. Unsere Spezialisten werden den Fall prüfen und dir so schnell wie möglich helfen.
6. Wie kann ich vermeiden, Opfer eines „Pig-Butchering“-Betrugs zu werden?
Bei dieser Art von Betrug können Betrüger dich über Messaging-Apps (wie WeChat) kontaktieren und mit ruhigen Unterhaltungen beginnen, um Vertrauen aufzubauen. Im Laufe der Zeit bieten sie möglicherweise Handels- oder Investitionsmöglichkeiten an und ermutigen dich, QR-Codes zu scannen oder dich auf externen Plattformen zu registrieren.
Diese externen Plattformen sind oft betrügerisch. Sobald du Gelder eingezahlt hast, besteht ein erhebliches Risiko eines dauerhaften finanziellen Verlustes.
Wenn dir dieses Verhalten auffällt:
Gehe nicht weiter darauf ein.
Überweise keine Gelder auf externe Plattformen.
Scanne keine unbekannten QR-Codes.
Melde den Nutzer sofort über die Melde- oder Widerspruchsfunktion der Plattform.
7. Was ist der Betrug „Bitte bezahle in meinem Namen“ und wie kann ich ihn vermeiden?
Betrüger können Alipay verwenden, um dir eine „Bitte bezahle in meinem Namen“-Anfrage zu senden und einen Screenshot als Beweis bereitstellen. Wenn du den Trick nicht kennst, könntest du betrogen werden. Wenn dir dieses Verhalten auffällt, fahre bitte nicht mit der Zahlung fort und lege bitte sofort Beschwerde ein.